Umstellung auf Überdrucktechnik: Wichtige Einweisung bei der Feuerwehr Großenheidorn

Die Feuerwehr Großenheidorn steht vor einer wichtigen Neuerung: Im gesamten Stadtgebiet Wunstorf wird aktuell auf die moderne Überdruck-Atemschutztechnik umgestellt. Diese Technik bietet zahlreiche Vorteile, die den Schutz und die Sicherheit der Einsatzkräfte erheblich verbessern. In den kommenden Tagen werden die neuen Lungenautomaten und Atemschutzmasken bei unserer Feuerwehr eingeführt – ein Schritt, der die Arbeit im Einsatz deutlich sicherer und effektiver macht.

Damit alle Atemschutzgeräteträger*innen optimal auf die neue Technik vorbereitet sind, fand in der Feuerwache Großenheidorn ein erste extra Dienstabend statt. In Großenheidorn sind rund 30 speziell ausgebildete Kräfte unter Atemschutz im Einsatz.

Warum Überdrucktechnik?

Die Überdrucktechnik basiert darauf, dass im Inneren der Atemschutzmaske ein konstanter leichter Überdruck herrscht. Dies sorgt dafür, dass selbst bei einem minimalen Dichtigkeitsverlust keine gefährlichen Rauchgase oder Schadstoffe eindringen können. Gerade in extremen Einsatzbedingungen – beispielsweise bei Bränden oder Gefahrgutunfällen – bietet die Technik entscheidende Vorteile:

• Maximale Sicherheit: Der Überdruck verhindert zuverlässig das Eindringen von Atemgiften, auch wenn die Maske nicht perfekt sitzt oder in Bewegung ist.

• Hohe Flexibilität: Atemschutzgeräteträger*innen können sich sicher und frei bewegen, ohne sich ständig Gedanken über Dichtigkeitsprobleme machen zu müssen.

• Einfachere Handhabung: Das System passt den Luftfluss automatisch an die Atmung des Trägers an, was besonders bei starker körperlicher Belastung wichtig ist.

Diese Umstellung ist ein bedeutender Fortschritt und trägt wesentlich dazu bei, dass unsere Einsatzkräfte unter anspruchsvollen Bedingungen sicher und effektiv arbeiten können.

Der Einweisungsdienst

Der Dienstabend wurde von unserem Atemschutzgerätewart Jan-Davis Sievers geleitet, der den Teilnehmenden die Technik und Handhabung der neuen Geräte detailliert erklärte. Neben der Einweisung in die Funktion der Überdruckgeräte standen auch die grundlegenden Einsatzgrundsätze unter Atemschutz auf dem Plan.

Ein besonderes Augenmerk lag auf den Totmannmeldern, die bei der Umstellung ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Diese Geräte warnen akustisch, wenn sich eine Einsatzkraft über einen bestimmten Zeitraum nicht bewegt. So können Kamerad*innen im Ernstfall frühzeitig reagieren und Rettungsmaßnahmen einleiten.

Praktische Übung als Highlight

Abgerundet wurde der Abend durch eine praktische Übung, bei der die Einsatzkräfte das Gelernte direkt anwenden konnten. Dabei wurde nicht nur der sichere Umgang mit den neuen Geräten trainiert, sondern auch die Bedeutung der Teamarbeit unter Atemschutz betont. Alle Teilnehmenden meisterten die Aufgabe erfolgreich – und das mit viel Engagement und Spaß.

Ein wichtiger Schritt in die Zukunft

Die Umstellung auf die Überdruck-Atemschutztechnik ist ein großer Fortschritt für die Sicherheit der Feuerwehr Großenheidorn. Sie sorgt dafür, dass unsere Kamerad*innen auch in den schwierigsten Einsatzlagen bestmöglich geschützt sind. Denn unser oberstes Ziel ist es, dass alle Einsatzkräfte gesund und sicher aus ihren Einsätzen zurückkehren.

Ein großer Dank gilt allen Teilnehmer*innensowie unserem Atemschutzgerätewart Jan-Davis Sievers für die hervorragende Durchführung des Dienstes.